Bogenschiessen 1. BSC - Nordheide ..im SV Trelde-Kakenstorf von 1950 e.V.
Hartmut Wischnowsky, Spartenleiter und Vorstand des 1. BSC-Nordheide 
Die spezielle Faszination des Bogenschiessens bleibt ungebrochen. Trotz der hochmodernen und technologisch so interessanten Bögen kommt es beim Bogenschiessen neben dem Training auch auf das koordinierte Zusammenspiel von Kraft, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit und technischem Gespür für die individuelle Ausrüstung an. Bereits im Jahr 1972 formierte sich in Kakenstorf der erste Bogensportverein im Schützenkreis Nordheide und Elbmarsch, der 1. BSC- Nordheide e.V. (Heute Sparte im SV Trelde-Kakenstorf von 1950 eV). Zur Zeit gibt es neun aktive Bogensportgruppen im Landkreis Harburg, Tendenz stark ansteigend. Die Motive der Bogenschützen sind vielfältig. Bogensport hat gesundheits- und persönlichkeitsfördernde Aspekte. Immer wieder zeigt es sich, dass der Bogensport Familiensport ist. In dieser Sportart trainieren jung und alt, Mann und Frau gemeinsam. Nicht selten reicht das Altersspektrum auf der Schießlinie von 7 – 70.   Der finanzielle Aufwand für das Bogenschießen ist von den persönlichen Zielen des Schützen abhängig. Für erste Gehversuche halten die Vereine Bögen bereit, mit denen ein Interessent erste Gehversuche unternehmen kann. Um die Technik des Bogenschießens zu erlernen, sollte dann ein Bogen im Fachhandel geliehen werden. Für ein halbes Jahr kostet ein Bogen ca. 40,- €. Der gleiche Betrag kommt für weiteres Zubehör und Pfeile hinzu. Bei steigenden sportlichen Ambitionen kann sich der Preis für eine Ausrüstung schließlich einmalig auf bis zu 2.000,-- € summieren.  
Das ist der Bogentyp, der bei olympischen Spielen zugelassen ist. Die spezielle Biegung der Wurfarme (Recurve) sorgt für einen gleichmäßigen Auszug des Bogens und eine hohe Beschleunigung des Pfeils (ca. 220 Km/h). Technische Hilfsmittel sind reglementiert. (Beispiel: keine optischen Zielhilfen mit Ausnahme eines einfachen Visiers). Der Recurvebogen ist die Weiterentwicklung des Langbogens. Er stellt heute den größten Anteil der benutzten Bogentypen. Seine Besonderheit liegt darin, dass die Wurfarmenden nach vorne gebogen sind. In dieser Biegung (Recurve) wird beim Spannen des Bogens die meiste Energie gespeichert. Dadurch kann der Bogen mehr Energie auf den Pfeil übertragen als ein Langbogen mit gleicher Zugkraft. Der Recurvebogen besteht aus zwei Wurfarmen und einem Mittelteil, die recht einfach auseinander zu nehmen sind. Dadurch entfallen Transportprobleme – die Pfeile sind meistens länger, als der zerlegte Bogen. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, den Bogen "mitwachsen" zu lassen. Man kann die Wurfarme gegen stärkere austauschen ohne ein neues Mittelteil kaufen zu müssen.
Bei diesem Bogentyp führen Excenterrollen an den Wurfarmen zu einer Reduzierung des Zuggewichts um bis zu 60%. Das hat zur Folge, dass höhere Zuggewichte erreicht werden können. Folge: höhere Treffgenauigkeit. Daneben sind weitere technische Hilfsmittel, wie mechanische Auslösehilfen oder Wasserwaagen zulässig. Der Compoundbogen (compound = zusammen- gesetzt, kombiniert) ist die technisch aufwendigste Form der Bogentypen. Seine Besonderheit liegt darin, dass die Sehne über exzentrische Umlenkrollen geführt wird. Dadurch erreicht man, dass ab einem bestimmen Punkt beim Spannen der Sehne die Wirkung der Exzenter einsetzt. Im gespannten Zustand hat der Schütze bis zu 80 % Zugentlastung (Let- Off). Das hat zur Folge, dass Compoundbögen hohe Zuggewichte haben und trotzdem noch problemlos bewältigt werden können. Der Compound bogen bleibt im Gegensatz zu den anderen Bögen immer gespannt. Ohne eine entsprechende Einspannvorrichtung ist das Spannen und Entspannen auch gar nicht möglich!
Technik Compound
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Trendsportart
Technik Recurve
Technik Langbogen
In dieser Disziplin wird traditionell bogengeschossen. Das heißt auf Zielhilfen oder anderes technisches Zubehör wird verzichtet. Der Longbow-Schütze benutzt üblicherweise Holzpfeile. Der Langbogen ist nicht nur ein Stück Holz – das wäre dann ein Flitzebogen!  Er besteht in den meisten Fällen aus, und natürlich astreinen Hölzern, wie z.B. Esche. Dieser Bogentyp hat die Besonderheit gegenüber den anderen Bögen, dass er nur einfach gebogen ist - es ist die Urform des Bogens. In den meisten Fällen besteht er aus einem Stück, und das können auch schon mal 2 Meter sein. Visiereinrichtungen sind nicht vorgesehen, d. h. er wird instinktiv geschossen.